Heute Morgen sind wir zu einer Kirche in Shiramwenyule und einer Dispensary in Bululwe, bei in der Region Kakamega, besucht. In beiden Fällen ist sauberes Wasser Mangelware.
Im Fall der Kirche würden auch etwa 150 Haushalte mit etwa je 5 Familienmitgliedern, von einer Handpumpe profitieren. Die Bevölkerung muss zur Zeit etwa eine halbe Stunde bis zur Wasserstelle laufen. Das Wasser ist zwar klar, aber nicht sauber. Der Weg dorthin ist beschwerlich, da der Untergrund rutschig und teilweise steil ist.


Bei der Dispensary wurden wir auch herzlich empfangen; es waren viele Leute kommen. U.a. waren der Leiter Klinik und der Landrat gekommen. Sie haben am meisten geredet. So wie sie geredet haben, wissen sie sehr genau über die Arbeit in der Dispensary Bescheid. Der Landrat war nicht sehr begeistert davon, dass ich Fragen an die Krankenschwester gestellt habe. Anstatt sie zu Wort kommen zu lassen, haben sie immer geantwortet. Ich bin dann etwas direkter geworden und habe ausdrücklich erwähnt, dass ich an den Antworten der Krankenschwester interessiert bin. Sie hatte eine andere Einschätzung als die politisch interessierten der Versammlung.
Zum Eklat kam es, als ich mit der Krankenschwester ein Interview (Videoclip) gemacht habe. Sie waren nicht ruhig, haben durch er Gerede gestört. Ich habe das Interview unterbrochen und diese eitlen Herren mehrmals ermahnt ruhig zu sein und den Raum zu verlassen. Wir haben dann noch einmal mit dem Interview angefangen.
Der Landrat war sichtlich sauer und angepisst. Zum Schluss, als ich im Auto saß, hat er noch gesagt, ich solle ihn das nächste Mal nicht unterbrechen. Vermutlich wird es kein nächstes Mal geben, denn die Krankenschwester hat angegeben, das der tägliche Wasserbedarf ca. 200 Liter beträgt. Dafür ist eine Handpumpe zu teuer und außerdem ist der Staat für die Dispensary zuständig.

