
Da das Ergebnis des Coronatests schon gestern kam, war der Abreisetag sehr entspannt: gemütlich frühstücken, Koffer packen und die Zeit verbummeln bis zur Abfahrt zum Flughafen Entebbe um 19 Uhr.
Eines war diesmal am Flughafen anders als je zuvor: es waren sehr viele junge Leute am Flughafen, die von Entsendefirmen in den Nahen Osten, wie Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar und Jordanien, ausreisten. Die Arbeitslosigkeit in Uganda ist groß und die Hoffnung Arbeit zu finden sehr gering. Viele versuchen ihr Glück im Nahen Osten, z.B. als Haushaltshilfe und Taxifahrer.
In Thompson Office, das auch Arbeitskräfte in den Nahen Osten vermittelt, ist mir ein Ordner mit der Aufschrift „Escaped Girls“ aufgefallen. Das sagt schon vieles darüber aus, wie im Nahen Osten die Arbeitsbedingungen sind. Die jungen Frauen sind am Flughafen in moslemischer Kleidung erschienen. Die Hemden trugen die Aufschrift der Entsendefirma in Uganda. Demnach werden in ganz Uganda junge Leute in den Nahen Osten vermittelt. Übel. Wie hoffnungslos muss man sein, um im Nahen Osten Arbeit zu suchen? Auf der anderen Seite sind die sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in Uganda nicht bekannt.
Die Kontrolle vor dem Flughafen dauerte entsprechend lang: 45 Minuten. Der Coronatest wurde kontrolliert und alles protokolliert und abgestempelt. Im Terminal ging alles sehr schnell, da ich bei KLM den Silver Status habe und nicht in der großen Schlange am Schalte anstehen muss. Nachdem ich alle Kontrollen hinter mir hatte, habe ich mir noch ein Nile Special und Spaghetti bolognese gegönnt. Lecker!
Um 23 Uhr war Boarding und um 23.25 Uhr war Abflug über Amstedam nach Stuttgart. Auf dem Weg von Amsterdam nach Stuttgart musste ich, wie das letzte Mal, einen Zettel für die Einreise ausfüllen. Im Gegensatz zum letzten Mal wurde diesmal nicht nach dem Aufenthalt der letzten zehn Tage gefragt. Uganda ist laut RKI sowieso kein Corona-Hochrisikogebiet. Man braucht auch eine digitale Einreiseanmeldung. Ich hatte keine, da Uganda kein Corona-Hochrisikogebiet ist.

Bei der Ankunft am Flughafen Stuttgart kontrollierten mehrere Polizisten der Bundespolizei die Einreisenden. Sie waren alle sehr beschäftigt. Ich bin dann unauffällig ab durch die Mitte an ihnen vorbei. Hatte keine Lust Fragen zu beantworten und evtl. Probleme wegen der fehlenden digitalen Einreiseanmeldung zu bekommen.
