Die letzte Nacht war zum dritten Mal in Folge nicht der Bringer. Es war sehr laut auch im Innenhof. Geschlafen hatte ich also vielleicht 3 oder 4 Stunden. Um zwei Uhr bin ich wach geworden, weil es ziemlich war warm. Ich bin aufgestanden um den Ventilator an der Wand einzuschalten. Als ich bemerkte, das er nicht funktionierte und dabei auch fast von der Wand abgestürzt war, war das nun wirklich zu viel des Guten. Er war mit Schrauben, aber ohne Dübel, an der Wand befestigt. Ich Hage dan das MacBook eingeschaltet und mir ein anderes Hotel für die nächste Nacht gebucht. Zumindest in der Nacht vor dem Abflug wollte ich ordentlich schlafen.
Eigentlich stand für heute nichts mehr auf dem Programm, da wir die Einweihung, die für heute vorgesehen war, auf Montag vorverlegt hatten. Einfach nur einen Tag verbummeln ist auch langweilig. Benjamin hat vorgeschlagen, zur Kirche nach im Dorf Bolo zu fahren, da sie eine Handpumpe gebrauchen können.

Dort angekommen hatten sich ein paar Gemeindemitglieder versammelt, die meisten waren auf dem Feld. Es war Mittagszeit. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Herstellen von Matten. Das Tageseinkommen liegt bei etwa 0,40 Euro pro Person.

Wir haben einen Rundgang durch das Dorf gemacht und dabei zwei Wasserstellen angeschaut, wo die Bevölkerung Wasser holt. Ein Haushalt von 20 Personen braucht etwa 20 Kanister Wasser am Tag. Die Familienmitglieder sind etwa 12 Stunden am Tag mit Wasser holen beschäftigt. Das Wasser wird meistens mit Esel transportiert.


Am Abend habe ich mein neues Zimmer im neuen Hotel bezogen. Es war sehr angenehm: gute Matratze, Klimaanlage, ein Schreibtisch, ein Stuhl
Die Tochter des Pastor von Nyandiwa hat mich besucht und sich für die Arbeit bei ihrer Gemeinde bedankt. Es hat sie sehr beeindruckt, dass ich mit den Arbeitern zusammen die ganze Nacht durchgearbeitet hatte, um den Pumpversuch zu machen.
