Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Auto zur Baustelle. Wir waren frühzeitig dort – um 10 Uhr sollte es losgehen. Doch die Bohrfirma verspätete sich etwas. Der Weg zur Schule geht durch Busch und ist für die großen LKW nicht so leicht zu meistern.
Bis zur Ankunft der Bohrfirma hatten wir noch etwas Zeit mit der Bevölkerung zu reden.
Mrs. Dorinna Okular wohnt neben der Schule und nur etwa 50m von der Bohrstelle entfernt. Sie war zu Tränen gerührt und sagte, dass sie immer dafür gebetet hat, dass es irgendwann sauberes Wasser gibt. Dass das nun vor ihrem Haus passiert, hat sie nie gedacht. Sie kann den weiten Weg zur Wasserstelle schon lange nicht mehr gehen.

Um kurz nach 11 Uhr kam die Bohrfirma an. Die Aufregung in der Schule war groß und der Unterricht wurde unterbrochen.

Gegen Mittag begannen die Bohrarbeiten. Bis zu einer Tiefe von 45 Meter kam viel Schlamm, danach musste durch eine Felsschicht gebohrt werden. Es kam viel Wasser. Um 17 Uhr wurden bereits die Filterrohre und der Filterkies eingebaut. Insgesamt ging das alles sehr schnell.


Um 20 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen und das Bohrloch musste noch gereinigt werden. Erwartet haben wir einen kräftigen Wasserstrahl. Der Strahl kam jedoch nur wenige Sekunden; dann kam kein Wasser mehr.

Die Sache war klar:
Die Filter- und Blindrohre wurden in der falschen Reihenfolge eingebaut. Der Fehler muss wieder korrigiert werden. Für das jetzige Ergebnis werden wir nichts bezahlen. Alles musste also wieder raus: die Rohre und der Filterkies und das Bohrloch darf dabei nicht einstürzen.

Um 20:30 Uhr war Schluss auf der Baustelle. Es gab noch Abendessen und gegen 22 Uhr waren wir zurück im Hotel.
