
Heute morgen sind in die Umgebung von Geita zu einem neuem Goldgräberdorf gefahren, ungefähr 2,5 Stunden entfernt. Der Weg dorthin war die ersten 20 Minuten Asphalt, danach nur noch Sandpiste und rote Erde. Ohne den alten Toyota Landcruiser wäre die Strecke nicht zu schaffen gewesen. Es war auch so schon abenteuerlich, weil immer wieder große Löcher der alten Tunnelsysteme und eingebrochene Tunnelsysteme die Fahrt zu einer Gratwanderung machten.
Armen sehen in dem Goldrausch eine Perspektive Geld zu verdienen. Tunnel werden gegraben, Fels hoch geholt und mit einem Hammer bis zu Sand zerkleinert. Ein Sack Gestein zerkleinern dauert etwa 3 Tage und bringt 3000 TZS (1,25 Euro) ein. Nuggets gibt es nicht, nur Goldstaub, der mit Quecksilber zu kleinen Klümpchen gebunden wird. Das Wasser ist dann mit Quecksilber versucht. Die Haut an den Händen wird krank.

Danach wird der Goldklumpen erhitzt und das Quecksilber entweicht, wird eingeatmet. Atemwegserkrankungen, Krebs usw. sind die Folge.
Die Goldgräber kommen von weit her. Um den Stress auszuhalten, werden Alkohol und Drogen konsumiert und Prostitution betrieben. Die AIDS Rate ist hoch. Im Camp geht es aggressiv zu. Schnell mussten wir wieder weiter gehen, wenn es ungemütlich wurde.





















Unterwegs haben wir an drei Stellen Wasserproben genommen, an denen die Dorfbevölkerung der umlegenden Gegend ihr Trinkwasser schöpft. Es wird vermutet, dass es starkt mit Quecksilber versucht ist. Die Wasserproben gehen in Deutschland ins Labor, wenn alles gut geht.
Auf dem Rückweg haben wir noch an verschiedenen Orten anamed Gruppen besucht.
