
Nikon D800, AF Nikkor 35-70/2.8D, 35mm, f4, 1/180s, ISO 125
Nach dem Mittagessen ging es von Koboko (Uganda) nach Adi (Kongo). In Koboko mussten wir (Flory und ich) eine kleine Weile auf den Bus des Missionskrankenhauses warten. Koboko liegt sehr nahe an der Grenze; es sind nur ein paar Minuten dort hin. Die Straße war brauchbar. Dann kam der Schlagbaum – ein echter (Baum über der Straße). Am Straßenrand saß der kongolesische Zollbeamte mit Schirmmütze und Sonnenbrille im Liegestuhl und ließ sich den Reisepass bringen. Er hat einige Minuten darin herumgeblättert. Dann wechselten 5000 Schilling den Besitzer und weitere 1000 für den Grenzsoldaten (zusammen 1,50 Euro), der Schlagbaum wurde weggeräumt und es konnte weiter gehen.
Die ‚Straße‘ auf kongolesischer Seite war unglaublich. Bei uns würde man so etwas nicht mehr als Straße bezeichnen; vielleicht als sehr schlechten Feldweg. Vor einigen Jahren sagte einmal ein Schweizer, der im Kongo arbeitete und zum Einkaufen nach Uganda kam, dass die Straßen in Uganda, verglichen mit denen im Kongo, aus Gold seien.
Die Fahrt ging 1,5 Stunden durch den Busch. Links und rechts nur Meter hohes Gras, Büsche und Bäume. Ab und zu Rundhütten aus Lehm mit Strohdach; keine Steinhäuser. Durch das extreme Schaukeln ist es mir in der Magengegend unwohl geworden, aber es ging noch.
In Adi angekommen, dort ist der Busch zu Ende, bezog ich mein Zimmer im Gästehaus und wir machten einen Rundgang über das Gelände. Danach gab es Abendessen. Da ich der einzige im Gästehaus bin, habe ich meinen eigenen Koch.
