Tag 13/14 – ein verflixter Tag

Heute Morgen haben wir voller Elan alles für den Pumpversuch mit der Pumpe vorbereitet, die ursprünglich im Bohrloch war.

Frühstückstisch und Büro in einem. Wichtig: 2,5kg Eimer Erdnussbutter

Die Batterie des ausgeliehenen Generators war leer. Mit einem Solarpanel wurde sie aufgeladen. Das hat nicht genug gebracht. Also haben wir vom Toyota Hilux die Batterie ausgebaut und mit ihr überbrückt.

Der Generator bockte rum und wollte trotzdem nicht starten. Irgendwann ist er endlich angesprungen und lieferte Strom.

Jetzt musste noch die Controlbox angeschlossen werden. Sie ist im Mission House an der Solaranlage installiert. Von dort wurde sie vorher mit Solarstrom versorgt. Niemand von uns wusste wie man den Generator an die Controlbox anschließt, so dass dann Gleichstrom zur Pumpe kommt. Eine Video-Konferenz mit einem Elektriker half auch nicht weiter. Zum Glück haben wir noch jemanden gefunden, der die Schaltung im Haus kannte und alles korrekt verdrahten konnte. Der Generator lieferte Überspannung (262 V), aber die Pumpe lief. Sie sollte laut Typenschild 117 l/min, also 7.020 l/h liefert. Tatsächlich förderte sie nur 3.600 l/h. Made in China! Die ganze Arbeit war also umsonst.

Eine Chance hatten wir noch: unsere Hochleitungspumpe, sie schafft 18.000 l/h, in das Bohrloch absenken. Das Bohrloch hat leider nur 103 mm Durchmesser und unsere Pumpe 101 mm. Da ist nicht viel Platz. Ich war dagegen, da ich Zweifel hatte, dass der Generator die erforderlichen 3x 2.200 W für die Pumpe liefert. Dennis und Iago wollten es auf jeden Fall versuchen. 2.200 l/h mehr Wasser zu haben ist eine Menge. Wen wundert es? Der Generator lieferte nicht die 6,6 kW. Laut Typenschild hat er 6,8 kW. Made in China!
Die Pumpe musste also wieder aus dem Bohrloch raus. Leicht gesagt. Zwei Millimeter Spiel zwischen Bohrloch und Pumpe haben uns mehrere Stunden Zeit gekostet. So lange hat es gedauert sie aus dem Bohrloch zu bekommen, da sie sich verkantet hat. Mit aller Gewalt, auch mit der Gefahr, dass sie abreißt und verloren ist, kam sie raus. Das Typenschild hatte sich im Rohr verkeilt.

Zwischenzeitlich war die zweite Grundfos-Pumpe, die wir im Janaur bestellt hatten, fertig für den Einbau. Sie liefert 9.000 l/h für die Bewässerung.

Um 18:04 Uhr war dann alles soweit. Wir hatten wieder die Pumpe vom Vorabend im Bohrloch und habe 10h30min einen Pumpversuch durchgeführt. Ein Lagerfeuer neben dem Bohrloch half uns durchzuhalten. Es ist nachts kalt, etwa 12 °C.

Mit dem Ergebnis des Pumpversuchs fahren wir morgen zu Davis & Shirtliff und bestellen eine Solarpumpe.


,